
Long Range Flyfishing Trip 2005

Fishing trip auf der "Shogun" vom 03.-10.01.2005
Er war als Fortsetzung unseres letzten Long Range Flyfishing trips auf der "Royal Star" von 1996 schon lange geplant, aber allerlei andere Dinge des Alltages hatten bisher die Realisierung dieses Traumes verhindert.
Wir waren immer mal wieder in Kontakt mit Trey Combs wegen eines neuen Termines, wir waren schon mehrmals nahe dran an einer neuen Reise, aber letzendlich stand als Termin der 03.-10.01.2005!
Endlich war dieser Traum wieder zum Greifen nahe, das Fischen mitten auf dem Pazifik, nach Belieben Tag und Nacht, auf alle die großen und schnellen Bewohner des Ozeans.
Nicht die "Royal Star", sondern die "Shogun"- das Schwesterschiff, war für diesen special trip mit Co-hoster Trey angeheuert worden, aber dieses Schiff steht der "Royal Star" in nichts nach – genauso luxuriös in der Ausstattung und im Service wurde uns der trip versprochen, und so war es auch.... 
Nun ist es immer ein gewisses Risiko, ein top-event zu wiederholen.
Zu oft haben wir die Erfahrung machen müssen, dass die Wiederholung ein gewisses Risiko zur Enttäuschung beinhaltet, und der Anfang der Reise sah fast auch bereits danach aus.
Schon einige Tage vor Beginn der Reise quartierten wir uns im Hotel "Los Arcos" in La Paz / Mexico ein, um zum einen den jetlag des langen Fluges zu überwinden und zum anderen den Beginn des neuen Jahres mal ganz romantisch am Strand in Mexico zu erleben.
Das mit dem jetlag war ja eine gute Idee, bei 25° im Schatten und wolkenlosem Himmel konnten wir paar tolle Tage unter Mexicos Himmel relaxen, aber die Idee mit Sylvester war nicht sonderlich originell. Wir erwarteten am Strand mit Sekt aus der Heimat und bester Stimmung ausgelassene Mexicans und ein brillantes Feuerwerk.
Es ist kaum zu glauben, aber NIEMAND kam und NICHTS passierte und die paar Raketchen konnte man nicht wirklich Feuerwerk nennen... 
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 La Paz bei Tag(zoom)
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 La Paz bei Nacht mit Weihnachtsdekoration...(zoom)
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 Kakteenlandschaft (zoom)
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 Endlich "auf See" (zoom)
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Am 3.1. war das vereinbarte Treffen mit den 17 Amerikanern und uns 2 Deutschen am Hotel, und der gecharterte Bus brachte uns mit aller Ausrüstung nach Cabo San Luca zum Hafen, wo die "Shogun" bereits wartete.
Während der Busreise entwickelte sich das Wetter von Kategorie NICE innerhalb kürzester Zeit zum Wolkenbruch. Sicher war das von Vorteil für die wüstenähnliche Landschaft entlang der Landstraße, in der außer Kakteen in unterschiedlicher Höhe und Art nichts weiter wuchs, aber für uns fishermen voller Tatendrang war das schon ernüchternd, und wegen des sintflutartigen Regens konnten wir kaum umsteigen in unsere neue Bleibe für die kommenden 8 Tage.
Es war aber nicht nur dieser Regen, der uns anschließend zu schaffen machen sollte, es kamen auch noch Sturm und Kälte dazu. Der Aufenthalt an Bord war somit zunächst so gar nicht das, was wir vom letzten trip in wohliger Erinnerung hatten.
Das Fischen war alles andere als gut und das Schiff "schaukelte" so stark, dass viele von uns sogar Medikamente gegen Seekrankheit nehmen mussten.
Das an sich vorzügliche Essen schmeckte nicht mehr, eine warme Dusche und der berühmte Tequila waren die "Wunderwaffe" der ersten 2-3 Tage.
Schneller als gedacht kam dann aber zum Glück der gewünschte Durchbruch zum so genannten Besseren. 
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 California Yellowtail (zoom)
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 Yellowfin Tuna (zoom)
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 Klein, aber oho..(zoom)
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 Yellowfin Tuna (zoom)
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Der Himmel lockerte auf, und unverzüglich ging es los mit dem Fischen. Wann immer der Kapitän "FISH" in seinem fish-finder entdecken konnte und dies lautstark verkündete, stoppte die "Shogun" und alle Mann gingen in Kampfposition.
Durch das teasern, d.h. Anlocken von Fischen mittels "chumming", war jederzeit das Fischen auf die ganz Großen möglich, deshalb wurden Gruppen zur Rotation gebildet, die jedem Angler eine reele Chance für einen solchen Fisch bot.
Die Organisation für den "großen Angriff" war perfekt, nur waren die Marline und Sails auch nach stundenlanger Suchaktion auf dem Pazifik nicht auffindbar.
So trainierten wir vorerst den Kampf mit prächtigen Yellowfin- und Yellowtail-Tunas, wunderschön anzusehende und stark kämpfende Fische.
Unsere Aktivitäten an Bord wurden angenehm unterbrochen mit üppigen Mahlzeiten und leckeren snacks. Die Abende nach dem Sonnenuntergang wurden zu angeregten Gesprächen rund ums Fischen genutzt.
Die Wetterlage entwickelte sich weiter positiv und bald schon umgaben nur noch sanfte Wellen unser Boot. Während des Tages konnte man bereits ein Sonnenbad am Oberdeck nehmen, wenn nicht gerade eine "Schule" von Fischen die "Shogun" umkreiste.
Der letzte Tag und die spichwörtlich letzte Chance auf den Marlin rückte näher und näher. Werden diese begehrten Fische noch unseren Weg kreuzen oder nicht?
Es blieb spannend bis zuletzt...
Leider blieb uns diesmal das große Glück versagt, KEIN Marlin, KEIN Wahoo, Sailfish oder sonstiger kapitaler Fisch ging an die mit Liebe gebundenen Fliegen.
Jeder Einzelne hatte sicher geträumt von diesem Highlight, garantiert Jeder von uns wollte derjenige sein, der IHN am Haken hatte, aber nun war klar: AUS DER TRAUM!
Es war wie so oft: zu kalt, zu windig, zu viel Regen, zu.......
So gingen wir alle doch etwas enttäuscht von Bord, aber es würde DEM Erlebnis nicht gerecht, undankbar zu sein. Wie schön war es trotz alledem, die vielen Tunas und Dorados zu drillen, die wunderschöne Landschaft, prächtige Sonnenauf-und -untergänge zu genießen und die netten Tage und Abende zusammen mit den netten Amerikanern, mit denen wir trotz alledem sehr viel Spaß hatten.
Wir haben viel gefachsimpelt, über Politik, über Henschel Rollen und anderes Gerät diskutiert und allabendlich bei Wein, Tequila oder mexikanischem Bier die Videos mit den Tagesereignissen angesehen.
Fazit: Unser 1.Long Range Flyfishing trip war schöner, erfolgreicher, ohne Frage, aber wir würden es wieder tun, einen solchen trip auf dem Pazifischen Ozean, allerdings lieber wieder mit der "Royal Star".
Das war einfach das bessere event! 
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