
Long Range Flyfishing Trip 1995

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 Am Bug wird gefischt
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 Knotenbinden
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Die Halbinsel Baja California erstreckt sich von der amerikanisch -mexikanischen Grenze bei San Diego bis zum äußersten Zipfel bei Cabo San Lukas über ungefähr 1300 Kilometer. Außer Kakteen und Dornengestrüpp gibt es nicht viel zu sehen. Nur wenige Menschen finden in der Landwirtschaft ihr Auskommen. Und was wollen wir in dieser so verlassenen Gegend? Angeln natürlich!
So lebensfeindlich das Land ist, so vielfältig ist das Leben unter Wasser. 1995 hatten wir Gelegenheit, zusammen mit dem berühmten amerikanischen Angler und Buchautor Trey Combs auf einem Long Range Flyfishing Trip entlang der Baja, wie der Kenner sagt, in diesen reichen Fischgewässern zu angeln.
Wir starteten im Hafen von San Diego und fuhren dann zwei volle Tage gen Süden. In dieser Zeit war Gelegenheit, sich mit den Amerikanern bekannt zu machen, Fliegen zu binden und Knoten zu üben. Die Crew war eine erfahrene Truppe, die genau wusste, wie man an den Fisch kommt und ebenso, wie man die Gäste an Bord verwöhnt. Das Boot, die stolze "Royal Star" war komplett auf das Fischen auf dem Ozean eingerichtet. Zweimannkabinen für die Angler, natürlich mit Klimaanalge, eine komplette Küche mit zwei Köchen an Bord, der schiere Luxus.

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 Die geräumige Schiffsmesse
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Ebenso an Bord ein riesiger Köderfischbehälter, der die nötigen Fische für das chumming enthielt. Auf der riesigen Wasserfläche des Pazifischen Ozeans sind ja die Fische nicht überall anzutreffen. Wenn man aber einen Schwarm ortet, wird er durch Einwerfen von Köderfischen, dem "chumming" in der Nähe des Schiffs gehalten.

Auf einem solchen Schiff werden die Fische mit verschiedenen Mitteln gesucht. Einmal fährt man natürlich in aussichtsreiche Gegenden wo in der Vergangenheit gute Erfolge erzielt wurden. Dort sucht man mit modernsten elektronischen Geräten nach Fisch. Ebenso wird aber ständig ein Ausguck im Mastkorb sitzen, der nach Vogelschwärmen über dem Wasser Ausschau hält. Das ist bei aller Technik noch immer die zuverlässigste Methode, vor allem wenn man für die Fliegenfischer ja Fische an der Oberfläche sucht. 
Wir fingen eine bunte Mischung aus allen "Game-Fischen". Der Dorado oder Dolphin, ein herrlich gefärbter Fisch, war an manchen Tagen in solch dichten Schwärmen rund um das Schiff, dass fast alle Angler gleichzeitig im Drill waren. Es wurden dann Schlauchboote ins Meer gelassen, damit ein Teil der Fischer den Schwarm von "draussen" befischen konnte. Auch große Schwärme von Thunfischen umkreisten das Schiff. Unglaublich, wie diese doch relativ kleinen "school-tunas" kämpften. Kein Süßwasserfisch der gleichen Größe kann sich damit messen. Auch ein großer Wahoo, ein wahres Torpedo wurde gefangen.
Das Hauptziel auf dieser Fahrt waren natürlich die Marline, die Fische, die die Krone der Blue Water Fischerei darstellen. Leider hatten wir erst am letzten Tag der Reise das Glück auf sie zu stoßen. Ich war stolz, einer der wenigen zu sein, die nach spannenden und auch kräftezehrenden Kampf einen gestreiften Marlin fangen konnte.
Es wird Zeit, dass wir eine solche Fahrt wieder mal unternehmen...

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