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Denver Show 2003

- Gisela Henschel -

Es war Show- time again...,

 

...und dies war unsere 9. Teilnahme an der Internationalen Flyfishing- Show in den USA, Denver 2003 - vom 4. bis zum 6.September.


Und wie alle Jahre zuvor, so war es auch in diesem Jahr wieder:

 

Neben aller Vorfreude auf dieses Event gab es eine Menge Aufregung, Stress und diverse organisatorische Vorbereitungen.

Schon jeweils zum Jahreswechsel ist über eine Messe-Präsenz im darauf folgenden Herbst zu entscheiden. Aber spätestens nach dem Ausfüllen des Formulars und der Anzahlung der 1.Rate kreisen die Gedanken um das Wichtigste an dieser weltgrößten Fliegenfischer-Messe: Was kann man Neues vorführen, womit kann man bei Kunden (in diesem Fall nur Händler), Verlagen und Wettbewerbern Interesse und Aufmerksamkeit erreichen?

Im Ergebnis unserer Überlegungen gab es auch im Jahr 2003 eine Idee für eine Neuvorstellung - natürlich auf dem Gebiet der Fliegenrollen.

Mein Mann, Karl-Heinz, der ja durch Ausbildung, Beruf und Hobby mit der Konstruktion fast "verheiratet" ist, ist gedanklich immer mit der Suche nach Ideen und perfekten Lösungen beschäftigt, auch natürlich außerhalb der "gesetzlich geregelten Arbeitszeit".

Da er ständig über Zeichnungen "brütet" und gedanklich experimentiert, früher am Brett / heute am Computer mit CAD- Programmen, lässt es sich bereits im Voraus erahnen, wenn da wieder etwas Neues "im Busch" ist.

 

Es ist immer wieder ein Wettlauf mit der Zeit,

 

 wenn eine Musterserie pünktlich zum Messebeginn fertig sein soll. Die neue Rolle soll wie gewünscht funktionieren und vor der Präsentation möglichst auch noch getestet worden sein. Was bei Rollen für das Forellenfischen schon ein Gebirgsbach tut, muss bei einem Funktions- Test mit Rollen für die großen Fische schon ein Ozean sein.

Das größte Problem aber ist die Produktion in der geringen Stückzahl, und vor dem Messebeginn sind Ferien in Deutschland (!), aber der Messebeginn lässt sich natürlich nicht verschieben.

Sind die Rollen- Exemplare dann endlich gedreht, bearbeitet und montiert (mit viel Glück ohne eine Beanstandung), dann sollen die Rollen noch fotografiert, mit allen technischen Angaben versehen, ein Flyer / Katalog und die Preislisten erstellt werden, alles natürlich in englischer und deutscher Sprache. Parallel dazu sind Flug- und Hotelbestellung, Zoll, Packen von Koffern und diverser Messestand-Ausrüstung zu organisieren,

 

...und irgendwann sitzt man dann müde und erschöpft im Flieger gen USA.

 

Unsere Reise in diesem Jahr beginnt in New Mexico, genauer gesagt in dem netten Ort Santa Fe, in dem Jeff, der Vertreter unserer Rollen für USA und Canada, wohnt. Wir sind nicht das erstemal bei ihm und seiner Frau Jill zu Gast, denn Rollen allein hin- und herzuschicken, ist nur der halbe Job, es muss vieles persönlich besprochen, erklärt, gezeigt und begutachtet werden.

Wir arbeiten zusammen in seiner Werkstatt und im Büro, wir gehen zusammen fischen, und letztendlich fahren wir zusammen auf dem

 

Highway zur Messe.

 




Convention Center, Denver [zoom]


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Die Fahrt von Santa Fe bis Denver führt durch eine schöne Landschaft, die in Richtung Denver zunehmend von den Rocky Mountains eingerahmt wird, beautiful ! Gegen nachmittag treffen wir in Denver ein, genauer gesagt im Convention Center.

Der Standaufbau ist in ~2-3 Stunden getan, so dass wir nun dem Messebeginn am nächsten Tag in Ruhe entgegen sehen können. Parallel zu unserem Aufbau wird in der gesamten Halle gebaut und geräumt.

 

Erst kurz vor Eröffnung der Show ist schlagartig Ruhe!

 

Nun kommen bereits die ersten Händler. Endlich können wir unsere Produkte vorführen und jede Menge fachsimpeln. Es gibt zu jeder Messe "alte" und "neue" Gesichter, aber immer wieder reges Interesse für unsere Produkte "Made in Germany", besonders wenn sich herum gesprochen hat, dass es da am Stand der Deutschen wieder einmal was Neues gibt.

Da bringt schon der eine oder andere Händler mal seine Kumpel "angeschleppt" und demonstriert diesen unsere Technik. Wir stehen daneben und sind erfreut! Natürlich legen wir auch nicht nur die Rollen auf den Tisch, sondern wir demonstrieren gern mit der Rolle an einer Rute, wie´s funktioniert.

Jeff nimmt die amerikanischen Bestellungen und business cards entgegen, um alle Wünsche nach der Messe bedienen zu können. Wir tun dies für Europa und den "Rest der Welt".





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Die besondere Highlights

 

sind natürlich Prominente des Fliegenfischens, die sich auch bei uns informieren. Jack Samson, der bekannte Buchautor und excellente Fliegenfischer ist auch diesmal bei uns am Stand. Nach der obligatorischen Begutachtung unserer Rollen schenkt er uns sein neues Buch "Flyfishing for Permit" [siehe BÜCHERTIPPS: Fly Fishing for Permit, Jack Samson], sogar mit persönlicher Widmung.

 

Auch Mel Krieger dürfen wir wieder begrüßen. Mit ihm hatten wir vergangenes Jahr eine angeregte Diskussion über den schrägen Rollenfuß, den er ja vor ca. 20 Jahren erstmals kreiert hat. Mel hatte letztes Jahr vorgeschlagen, den Abstand zwischen Fuß und Rolle noch etwas größer zu gestalten. Bei unseren neuen Rollen namens ULTI MODE  haben wir seine Anregung berücksichtigt und er ist ganz offensichtlich einverstanden.



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ULTI MODE [zoom]

Wir haben einen weiteren Buchautor am Stand, und zwar Floyd Franke, ein Lehrer von der FF-Schule von Joan Wulff, er fischt mit Henschel Rollen und hat diesen eine besondere Kritik in seinem neuen Buch: "FISH ON" [siehe BÜCHERTIPPS: Fish On, Floyd Franke] gewidmet. Darauf sind wir stolz!

 

Ebenso dürfen wir Richard Nightingale am Stand begrüßen, den Autor von "Atlantic Salmon Cronicle" [siehe BÜCHERTIPPS: Atlantic Salmon Chronicles]. Bei ihm und seiner Frau waren wir nach der Show persönlich eingeladen, eine große Ehre !

 

Auch Verlage schauen jedesmal vorbei und suchen nach neuem Material für Ihre Magazins. Z.B. hat der Chefredakteur von "Flyfishing in Saltwater" inzwischen schon einen Beitrag über unsere diesjährige Neuentwicklung - die ULTI MODE - in Arbeit.

 

Ein Wermutstropfen aus unserer Sicht:

 

Die Anzahl und die Zusammensetzung der Händler hat sich in den letzten Jahren reduziert, es kommern weniger US-Händler zur Messe und das Ausland hat sich leider auch sehr rar gemacht. Wir hoffen und wünschen, dass wir bald wieder diese Internationalität wie bei unserer Teilnahme vor 9 Jahren erleben dürfen! Die Tage vergehen schneller als gewollt, die Abende zusammen mit Jeff und anderen Dealern beim Steak, Elk- oder Buffaloessen, mit endlosen Gesprächen über Messe, Fischen und Gerät, ebenso.  Die Küche in Denver hat sehr viel Gutes zu bieten.

 

Der letzte Show-Tag

 

 ist wegen des Abbaues kürzer als die anderen, aber in besonderer Weise auch interessant. Neben Händlern mit konkreten Bestellungen ist es fast Tradition, dass die Firmen vom Wettbewerb zu uns kommen, genauso wie auch wir einen Rundgang machen, was "die anderen" Neues anbieten. Wir tauschen unsere Kataloge aus und haben small talk zum Geschäft. Nach einem "see you next year" weiß jeder von der anderen Firma Bescheid, so nett kann das sein...

Nach einem gemeinsamen Abschiedsessen bringt uns Jeff am nächsten Tag in aller Früh zum Airport in Denver.  

Vor uns liegen noch New York, New Jersey und Miami, s.unter REISEN/U.S.A./Museumstrip.

Es war wieder einmal eine spannende und sehr interessante Messe, und bei der Auswertung unseres Messeauftrittes kreisen die Gedanken bereits wieder in Vorbereitung der Messe 2004, wenn es dann wieder heisst,

 

......"Hi, How are you, Nice to meet you again".....